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12.12.2009: FSV Wacker Nünchritz - Großenhainer FV 90 2:1 (1:0) in Nünchritz - Sportplatz Kolping
Nünchritz steht im Pokalfinale - S. Kalka mit Doppelpack.
Zum diesjährigen Pokalhalbfinale vor etwa 150 Zuschauern, standen sich der Tabellenführer der 1. Kreisklasse der FSV Wacker Nünchritz sowie der ungeschlagene Tabellenführer der Kreisliga der Großenhainer Fussballverein gegenüber. Eigentlich waren die Rollen da schon klar verteilt, Großenhain war klarer Favorit in dieser Partie. Erschwerend kam noch hinzu, dass die Verletztenliste bei Nünchritz immer länger wurde, so das 7 Spieler ersetzt werden mussten. Unter diesen Vorraussetzungen wollte man so lange wie möglich dagegenhalten und rechnete sich eigentlich nicht viele Chancen fürs Weiterkommen aus. Um den Großenhainern etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen, wurde die Partie auf dem Kolping - Fussballplatz in Nünchritz gespielt. Um schon mal etwas vorweg zu nehmen, diese Rechnung ging voll auf.
Großenhain begann das Spiel wie erwartet ziemlich druckvoll , und wollte ein schnelles Tor erzielen. Nünchritz beschränkte sich erst mal aufs Tore verhindern, und spielte nur mit S. Kalka als einzige Sturmspitze. In den ersten 20. Minuten immer das gleiche Bild, Großenhain rannte an, und Nünchritz versuchte dagegen zu halten, und auch gelegentlich ein eigenes Spiel aufzubauen. In der 23. Minute die erste nennenswerte Aktion, Großenhain erzielt ein Tor, aber der gut agierende Schiedsrichter Naumann gibt das Tor wegen Handspiel nicht. In der Folge schafft es Nünchritz sich etwas aus der Umklammerung zu befreien, und kommt zu ersten zarten versuchen ein Tor zu erzielen. In der 29. Minute dann das 1:0 für Nünchritz. E. Käseberg schickt S. Kalka über die linke Seite auf die Reise, dieser dringt in den Strafraum ein und lässt dem Großenhainer Torwart mit einem straffen Linksschuß keine Chance. Aber wer gedacht hatte nun bäumt sich Großenhain auf, hatte sich getäuscht! Man versuchte immer wieder mit weiten Bällen aus dem Spiel, oder mit Standarts, vor das Nünchritzer Tor zu kommen, wo die Bälle entweder überhastet vorbeigeschossen wurden oder sie konnten von der gut organisierten Nünchritzer Abwehr geklärt werden. Aber richtig klare Einschusschancen konnte sich Großenhain auf diesem schwer bespielbaren Boden nicht erspielen. Kurz vor der Pause fast noch die Chance zum 2:0 für Nünchritz. Bei einem zu kurzen Rückpass auf den Großenhainer Libero M. Kutsche geht A. Smiletzki dazwischen und schickt S. Kalka in Richtung Großenhainer Tor. Dieser wird vom Schiedsrichtergespann wegen Abseits zurückgepfiffen. Eine sehr knappe aber vertretbare Entscheidung.
In der Pause war allen klar, dass man dieses hohe Tempo aufgrund der fehlenden Auswechselspieler nicht mehr lange mitgehen kann. So begann Großenhain die zweite Halbzeit wie die Feuerwehr, und wollte unbedingt den Ausgleich erzielen. Reihenweise gute Chancen wurden dabei durch die Großenhainer Spieler versiebt. Nünchritz versuchte nur noch über Konter für Entlastung zu sorgen. Einen langen Befreiungsschlag kann A. Smiletzki annehmen, setzt sich gegen zwei Großenhainer Spieler durch und hat plötzlich die Chance alleine vor dem Torwart auf 2:0 zu erhöhen. Aber schon da konnte man den Kräfteverschleiß der Nünchritzer Spieler sehen, und so wurde die Chance kläglich vergeben. In diesem Pokalspiel konnte man endlich mal sehen was eine geschlossene Mannschaftsleistung bewirken kann, jeder der 11 Nünchritzer Spieler auf dem Platz ging bis ans Limit und kämpfte um jeden Ball, auch wenn es noch so aussichtslos war diesen zu erreichen. Mitte der zweiten Halbzeit dann die Vorentscheidung, abermals einen zu kurzen Rückpass kann S. Kalka erlaufen, er nimmt noch den Libero sowie den Großenhainer Torwart aus, und schiebt den Ball aus sehr spitzem Winkel zum Jubel der vielen Zuschauer zum 2:0 ins Großenhainer Tor. Nun konnte man deutlich die Ratlosigkeit einiger Großenhainer Spieler erkennen. 70 Minuten überlegen aber 2:0 hinten. Aber noch waren 20 Minuten zu spielen, und die sollten es noch mal in sich haben. Das Spiel wurde nun sehr hitzig, einige Großenhainer meinten den 0:2 Rückstand durch überharte Zweikämpfe wettzumachen. So passierte es auch in der 73. Minute das der eingewechselte T. Hofmann nach einem überharten Einsteigen an R. Sievert glatt Rot sah. In der 83. Minute dann das 2:1 in Unterzahl für Großenhain, nach einer Flanke kann M. Thiede den Ball per Kopf am bis dahin stark haltenden A. Leber vorbei ins Nünchritzer Tor köpfen. Jetzt spielte Großenhain natürlich alles oder nichts, und stürmte mit Mann und Maus. Aber man konnte die Nünchritzer Abwehr nicht überwinden. Als dann die 90 Minuten herum waren, zeigte der Schiedsrichter zum Unverständnis vieler 4 Minuten Nachspielzeit an. Und diese 4 Minuten Nachspielzeit waren für die Nünchritzer Fans und Spieler wie eine kleine Ewigkeit. Den ausgerechnet in der letzten Aktion des Spiels, kommt M. Thiede im Nünchritzer Strafraum zu Fall, und der Schiedsrichter entscheidet sofort auf Strafstoß. Doch zum Glück zeigte der Großenhainer Schütze Nerven, und schießt den Ball am Tor vorbei. Jetzt war der Jubel der Nünchritzer Spieler und Anhhänger riesengroß, den kurz danach war Schluß, und Nünchritz zieht aufgrund dieser couragierten Leistung verdient ins Pokalfinale ein.
Fazit: Ein gelungener Saisonabschluß der Nünchritzer 1. Männermannschaft, da man von den 17 Pflichtspielen ( 13 in der Saison und 4 im Pokal) 16 gewinnen konnte. Lediglich dem SV Stauchitz musste man sich verdient geschlagen geben Außerdem konnte man Großenhain die erste Niederlage in dieser Saison beibringen. Jetzt heisst es in der Winterpause die Kräfte zu bündeln um die zweite Halbserie genauso konzentriert anzugehen wie die erste Halbserie. Und wenn sich das Krankenlazarett endlich wieder lichtet, steht dem auch nichts entgegen. Nächstes Wochende steht dann noch die Weinachtsfeier ins Haus, wo man diese gelungene Hinserie ein wenig feiern kann.
A. Smiletzki
Tore: 1:0 S. Kalka 29. Min., 2:0 S. Kalka 68. Min. , 2:1 M. Thiede 83. Minute
rote Karte: T. Hoffmann GFV 72. Min.
Nünchritz spielte mit:
Leber A., M. Tippmann, Sievert R., Förster S., Uschner S., M. Reichstädter, M. Scholla, Käseberg E. (C), C. Scharf, Smiletzki A., Kalka S.,
Bilder: (*.jpg)
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